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Bewußte / unbewußte geistige Fähigkeiten.
Man muß zwischen (unbewußten) Fähigkeiten des Gehirns und (bewußten)
Fähigkeiten der Person unterscheiden. Versuche mit dem Erlernen einer
Fremdsprache haben gezeigt, daß Testpersonen Sprachfähigkeiten erworben
hatten, von denen sie keine Ahnung hatten. Das scheint mir der Schlüssel
zur berüchtigten "Intuition" zu sein, dem "aus dem Bauch" agieren.
Intuitive "Eingebungen" wären demnach praktisch das Resultat unbewußter
Denk- und Assoziationsprozesse. Und dies scheint auch die Verbindung zum
tierischen "Denken" zu sein.
Die Stärke der Intuition ist ihre Unmittelbarkeit und Ungehemmtheit – Ein
Gedanke, eine Vorstellung oder ein Drang, die plötzlich einfach auftreten.
Dem dann stattzugeben oder nicht, ist eine mehr oder weniger bewußte
Entscheidung. Manchmal steht man (sinnbildlich) vor einer Weggabelung und
hat keine Ahnung – rechts oder links weitergehen? Dann entscheidet man
intuitiv, einer Eingebung folgend, denn was anderes bleibt einem nicht
übrig. Wenn man nach der Entscheidung gefragt wird, antwortet man, man habe
geraten. Dabei kann die Intuition fundiert sein (auf irgendwelche
versteckten Assoziationen im Geiste zurückgreifen) oder auch nicht (wenn
"falsche" Assoziationen zugrundegelegt werden). Aber eigentlich ist es
Blödsinn, von "falscher Information" zu sprechen, die im Geiste versteckt
ist und Entscheidungen beeinflußt. Es gibt keine falsche Information. Man
verfügt über gewisse Erfahrungen, Erinnerungen und Wissen und greift darauf
zurück. Wenn einem das nicht weiterhilft (für eine bestimmte Situation –
wie hier die Weggabelung), greift man trotzdem darauf zurück, denn das ist
alles was man hat. Zufällige Entscheidungen eines über ein Gehirn
verfügenden Organismus gibt es weder bewußt noch rational.
Prof. Howie Choset: General Robotics
Wikipedia: Intuition
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