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herrlothar
Gewäsch über einbeinige Frauen und Phantasien von Fruchtfleisch

Ich bin Pirat
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23.09.2004/05:28 MEZ  |  Körperteil Gehirn
Software / Hardware (Geistfleisch). Software ist nicht abstrakt.
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Die Dualität Software / Hardware, bzw. umgekehrt (Primordialität der Materie dem Geist gegenüber für Atheisten, für Anbeter anders herum) kennt jeder, selbst (ältere) Leute, die nie einen Computer besessen haben, haben mittlerweile einen zumindest vagen Begriff von "Software" und "Hardware". Begriffsstutzigen wird der Term "Hard- und Software" als analog zu "Gehirn und Gedanken" nahegebracht.

Wenn ich das richtig verstanden habe, so unterschieden sich die ersten Computer von mechanischen Rechenmaschinen dadurch, daß sie programmierbar waren. Programmierbar heißt, daß sie auf verschiedene Weise so eingestellt werden können, daß sie je nach Einstellung verschiedene Aufgaben bearbeiten können, und nicht auf eine einzige Arbeitsweise festgelegt sind. Das ist dann ein bestimmtes Programm, das abläuft. "Anwendungssoftware" auf heutigen PCs nennt man immer noch "Programme".

Weshalb ich das jetzt alles einleitend geschrieben habe: Ich habe mich neulich gefragt, wie es konkret (physikalisch) vor sich geht, daß etwas Abstraktes (die Software), also etwas Nichtmaterielles, eine Idee, auf ein physikalisches, materielles Gebilde, nämlich den Apparat Computer einwirken kann. Kurz: wie kann Software Hardware steuern?

Es kam mir unmöglich vor, daß etwas Abstraktes (die Software, oder meinetwegen die Gedanken) etwas Handfestes (den Apparat, oder eben das Fleisch) bewegen kann. Beispielsweise Steuerung einer Alarmanlage, einer Modelleisenbahn, der Jalousien, eines Airbus, etc.
Wie soll das gehen? Ich meine auf ganz elementarer Ebene, das Prinzip: wie zum Kuckuck wirkt die Idee auf den Mechanismus ein?

Ich habe viel hin und her überlegt. Prozessoren und Speicherchips sind nichts anderes als eine komplizierte und mittlerweile enorm miniaturisierte) Anordnung von Transistoren, Dioden und elektrischen Widerständen. Ich besitze eine Bauplatte eines Uralt-Computers (aus der Zeit, als die noch so groß wie ein Zimmer waren und so viel leisteten wie ein heute ein Taschenrechner (aber eben programmierbar, also doch überlegen), wo die besagten Transistoren und Widerstände noch tatsächlich als einzelne Bauteile auf einer Leiterplatte eingelötet sind.

Schließlich kam mir die - zugegebenermaßen etwas triviale - Erleuchtung (somit bin ich jetzt erlaucht), die Anbetern allerdings nicht gefallen wird: es gibt keine Idee ohne Material. Jedes Programm, jede Software existiert nur als Anordnung von materiellen Elementen (Schaltern, Molekülen, Atomen, was auch immer) - nämlich auf der Festplatte, auf CD-ROM oder als Schalterstellungen im Arbeitsspeicher. Der Programmierer erstellt zwar ein abstraktes Produkt, jedoch schreibt er es in den Speicher und anschließend auf nichtflüchtigen Speicher (Datenträger). Das Programm ist letzlich mechanisch! Die Software ist gar nicht so abstrakt, wie man denkt! Eine mechanische (elektrische, chemische, magnetische, mechanische, wie auch immer) Anordnung wirkt auf eine andere. Eine materielle Spur/Schrift (sehr anschaulich: Lochkarten) wirkt auf einen Mechanismus ein, bzw. ein Mechanismus erzeugt eine materielle Spur (=Schrift, Ideenspeicher).
Na ja, und mit unseren Gedanken und Trieben ist es ähnlich. Elektrisch, chemisch, mechanisch - auf jeden Fall physikalisch - und das haben wir ja längst gewußt.

 

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